Bauchmuskelgürtel – der Weg zum Sixpack

BauchmuskelgürtelEs ist der Traum von vielen und das nicht nur im Sommer: ein Sixpack – also schön definierte Bauchmuskeln. Doch es ist oftmals schwer, das Training und damit regelmäßige Sporteinheiten in den Tagesablauf zu integrieren. Und seien wir ehrlich nur den wenigsten, macht das Bauchmuskeltraining wirklich Spaß. Aus diesem Grund wird nach einer bequemeren Lösung gesucht, um an das erhoffte Sixpack zu gelangen.

Von vielen Herstellern wurde dieser Wunsch erhört und bringen stetig neue Produkte auf den Markt, mit denen man einfach und schnell zum erwünschten Erfolg gelangt. Darunter befinden sich auch die sogenannten Bauchmuskelgürtel. Um was es sich bei diesen Gürteln genau handelt und wie diese funktionieren, das soll hier einmal genauer erklärt werden. Zudem soll darauf eingegangen werden, ob diese Bauchmuskelgürtel auch tatsächlich das halten, was die Hersteller versprechen. Des Weiteren wird auch darüber aufgeklärt, ob diese Gürtel gefährlich sind, worauf zu achten ist und welcher Bauchmuskelgürtel eventuell der beste ist.

Wie funktioniert ein Bauchmuskelgürtel?

Wer das erste Mal von einem Bauchmuskelgürtel hört, der wird sich nicht vorstellen können, wie dieser funktioniert. Im Grunde basiert ein solcher Gürtel auf elektrischen Feldern, durch die der menschliche Körper stimuliert wird. Im Falle des Bauchmuskelgürtels führen die elektrischen Impulse zu einer Muskelkontraktion und die Muskelzellen werden durch den Reizstrom stimuliert. Infolge der Stimulation zieht sich die Muskulatur zusammen und dehnt sich dann im Anschluss wieder aus. Dieser Vorgang ist der normalen Kontraktion des Muskels bei körperlicher Betätigung nachempfunden, nur dass im Falle des Bauchmuskelgürtels die Stimulation von außerhalb des Organismus stammt.

Jetzt kann die Frage aufkommen, ob ein solcher Bauchmuskelgürtel sinnvoll ist und gesund. In dem Fall werden noch keine Erfahrungen mit einem solchen Gürtel gemacht worden sein. Hier einmal die Vor- und Nachteile der Bauchmuskelgürtel:

Vorteile Nachteile
Für jeden geeignet außer für Schwangere, Rheuma- oder Arthritispatienten, Personen mit Herzschrittmachern und bei Hochblutdruck Auch hier gibt es ohne ergänzende sportliche und gesunde Lebensweise/Ernährung keinen Effekt (Erfolg) oder Verlust von Gewicht.
Einfache Bedienung
Auch unterwegs zu nutzen

Stets wichtig: Bauch- und Rückentraining

Es muss an dieser Stelle nochmals erwähnt werden, dass der Bauchmuskelgürtel den Bauch trainiert und das es ein fester Fakt ist, dass er das richtige Training in keinem Fall ergänzen kann. Ein Bauchmuskelgürtel sollte eher als eine Ergänzung angesehen werden, da mit einem solchen Gerät der Bauchmuskelbereich ganz neuen und anderen Reizen ausgesetzt wird und das kann durchaus die Effektivität steigern.

Doch für ein gesundes Training sollte auch das Rückentraining nicht vergessen werden. Denn für ein gutes Körpergefühl und eine gute sowie gesunde Haltung muss auch die Rückenmuskulatur stark genug sein. Daher ist es wichtig, dass Rücken- und Bauchmuskulatur zusammen ein Team bilden und man versteht, dass beide gleichermaßen für die korrekte Haltung und den aufrechten Gang verantwortlich sind.

Worauf achten beim Kauf von einem Bauchmuskelgürtel?

Soll ein Bauchmuskelgürtel angeschafft werden, dann gilt es, einige wichtige Dinge zu beachten.

  • Der Körperumfang

Ein solcher Bauchmuskelgürtel kann nur dann funktionieren, wenn er optimal am Bauch sitzt. Viele dieser Gürtel können ganz individuell auf den Nutzer und dessen Bauchumfang eingestellt werden. Was die Weite angeht so liegt diese zumeist zwischen 60 und 150 cm, und da die meisten der Bauchmuskelgürtel mit einem Klettverschluss versehen sind, ist das Anpassen sehr einfach.

  • Die Betriebsart

Die Bauchmuskelgürtel werden als Netz-, Batterie- und Akku-Produkte angeboten. Durch den Batterie- und Akkubetrieb ist das Gerät flexibel einsetzbar und kann auch außerhalb des Hauses eingesetzt werden. Doch dafür müssen diese Bauchmuskelgürtel auch stets aufgeladen oder mit neuen Batterien bestückt werden. Diese Probleme bestehen bei den Bauchmuskelgürteln mit Netzbetrieb nicht, doch dafür muss man sich stets in der Nähe einer Stromquelle aufhalten.

  • Die Intensitätsoptionen

Nicht jeder Mensch ist gleich und das bedeutet, dass nicht jeder das gleiche Schmerzempfinden aufweist. Somit werden die Impulse ganz unterschiedlich in ihrer Intensität wahrgenommen. Aus diesem Grund sollte am besten ein Bauchmuskelgürtel ausgewählt werden, der individuell einstellbar ist und möglichst viele Stufen aufweist. Wichtig ist auch, dass die Intensitätsstufen auf einem Display kontrolliert und eventuell angepasst werden können. Hier stoßen die günstigen Bauchmuskelgürtel oftmals an ihre Grenzen.

  • Hersteller & Marken

Sanitas     Wellmax     AB Gymnic     Di-Nesh     Beurer     SaneoLine     Physionics     Powerfly     Slendertone     Turbo Cell     Relaxdays

Was bringt ein Bauchmuskelgürtel?

Im Grunde sind es nur Gerüchte, dass ein Bauchmuskelgürtel ungesund und/oder gefährlich ist. Doch wer bereits mit einem solchen Gürtel Erfahrungen gesammelt hat, der kann bestätigen, dass dieser keine Wunder vollbringen kann – ganz egal wie teuer das Produkt auch ist. Ohne regelmäßiges Training und einer gesunden Ernährung werden keine oder nur geringe Veränderungen zu spüren sein. Denn die Muskulatur benötigt eine gewisse Kraftanstrengung, damit sie wächst. Zudem muss auch der Fettabbau vorangetrieben werden, wenn der Wunsch danach besteht, dass die Muskeln irgendwann sichtbar werden. Der Fettabbau durch den Bauchmuskelgürtel ist dafür jedoch viel zu gering.

Somit kann dieses elektrische Gerät nur eine Unterstützung zu der gesunden Lebensweise darstellen. Um Fett zu verlieren, wird von den Profis Cardiotraining empfohlen, wie Fahrradfahren, Schwimmen, Nordic-Walking oder Jogging beispielsweise.

Fakten und Tipps rund um den Bauchmuskelgürtel

Auch wenn es sich bei dem Bauchmuskelgürtel um ein modernes Gerät handelt, so ist ihre Geschichte doch schon älter. Die Anfänge der Bauchmuskelgürtel ist in der medizinischen Nutzung zu finden. Bereits antike Kulturen nutzten elektrisch geladene Objekte oder bestimmte Fische, die bei der Berührung elektrische Impulse abgeben. Die Menschen glaubten, dass sie damit Krankheiten heilen oder lindern können und so auch Kopfschmerzen und Blutungen.

Durch die Erforschung der Elektrizität im 19. Jahrhundert erhielt die EMS dann Aufwind. So wurden von führenden Wissenschaftlern und Erfindern mechanische Geräte erfunden, die sie als Stromgeneratoren zur lokalisierten Elektrisierung bezeichneten. Die Idee, die dahinter steckte, kommt den modernen EMS bereits sehr nah: Das Gerät wurde über bestimmte Muskelbereiche platziert, damit die elektrische Spannung in das Körpergewebe eindringen konnte. Doch diese Geräte waren noch sehr ungenau, aber es sollen dadurch neurologische Leiden und Potenzprobleme geheilt angeblich geheilt werden. Doch heute bestehen daran berechtigte Zweifel und viele Heilversprechen entbehren jeglicher Grundlage.

Eine verhältnismäßig junge Idee ist es, die EMS als assistierten Muskelaufbau zu nutzen. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erhielt die EMS im Leistungs- und Hobbysport Auftrieb. Zu dieser Entwicklung trug auch der zunehmende Bewegungsmangel sowie die Fitnessbegeisterung der 1980iger Jahre bei. Noch heute stellen gesundheitliche Probleme, die durch mangelnde Bewegung entstehen, eine große Belastung für das Gesundheitssystem dar. Und immer mehr Menschen leiden unter chronischen Rückenschmerzen und Erkrankungen des Muskel-Skelett-T-Systems. Hier kommt EMS dann häufig zur Prävention und als ergänzende Behandlung zum Einsatz.